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die VolksLiedWerke und -Archive Österreichs und Südtirols
             
 
Verbund der VolksLiedWerke BIS-C 2000 Web-Katalog
Österreichs und Südtirols Satz anzeigen

Titel: 1./1.

Identangaben Besitzer: STVLW* IDN: 11992
Enthalten in Singen im Buschenschank
Seite(n) S. 60
Hauptsachtitel ¬Da¬ Stainzer Wunderdokter
Hauptsachtitel normiert ¬Der¬ Stainzer Wunderdoktor
Liedanfang Auf an Bergal drobn, går net weit von Sta(i)nz, wohnt a Wundadokta, der hoaßt Höller Hans,
Stimmen 2
Musikgattung Walzerlied
AutorIn Moser, Friedrich
Ton- und Taktart D [Tonart] ; 3/4 [Taktart]
Liedanfang normiert Auf einem Berg oben, gar nicht weit von Stainz, wohnt ein Wunderdoktor, der heißt Höller Hans
Signatur 271 Sin 617/5
Sprache Deutsch
Strophen/Gesamttext Auf an Bergal drobn, går net weit von Sta(i)nz, wohnt a Wundadokta, der hoaßt Höller Hans, wånn's enk intressiert, wiara d'Leit kuriert, schaut's den Hansl ån, wås der ålls kånn. [Strophe 1]
Jed'n Tåg in d'Fruah kemman weit und breit mit'n Flascherlzug ålte und junge Leut, trågn in Säck und Tåschn eahnre Brunzliflåschn auf'n Berg hinauf in vollem Lauf. [Strophe 2]
Aus da Kellerluckn obn beim Höller Haus schaut da Wundadokta gånz vergnügt heraus, wia die Leut tuan spuckn, wånn s'recht umadruckn, jå, wås liegt denn drån, dås Gschäft geht ån. [Strophe 3]
Keucht an ålter Herr über'n Berg daher, liaba Höller Hans, bei mir geht går nix mehr, schau mei Brunza ån und såg mir's gånz für gwiß, ob bei mir no wås zan rettn is. [Strophe 4]
Jå, mei liaba Freund, fångt da Hansl ån, bist an ålta Hengst, bist wohl schlecht scho drån, dir reißt 's in die Haxn, in die Knia und Flaxn und dås Zipperlein stellt sich schon ein. [Strophe 5]
Kimmt a ålte Jungfer, schmunzt eahm freundli ån, liaba Höller Hans, geh, schau mei Bischn ån, und er nimmt's in d' Hånd, beutelts umranånd, sågt åls Wundamånn ihr Krånkheit ån: [Strophe 6]
Du håst Windkråmpffiaba und an Gållnfluß, håst die Gicht und 's Reißn und an Hexenschuß. håst dås Gsicht voll Warzn und kånnst neama fårzn, gehst in Mågnschleim a båld am Leim. [Strophe 7]
Gånz a junges Hascherl drängt sich a herån, bitt' schön, Höller Hansl, schau mei Biserl ån, und er nimmts in d'Hånd, schwebatzts umranånd, sågt dånn in sein Sinn, då liegt wås drin. [Strophe 8]
Håstan schlechtn Mågn und dei Herzerl klopft, håst a traurigs Gmüat, di håt a Bua ångstopft, siagst, dås kimmt vom Scherzn und jetzt håst die Schmerzen, dir tuat ålles weh, i woaß jå eh. [Strophe 9]
Geahn die Leut dånn z'Haus mit eahnern Wundertee, kehrn in Sta(i)nz no ein, no so, dås woaß ma eh, denn da Schilcha-Wein is a für månches guat, måcht an gsundn Mågn und a resches Bluat. [Strophe 10]
Und da Seiner måcht an guatn Höllerschnaps, na, den kånn ma saufn glei so übahaps, wird's a oan går net besser, leutn s'mit die Gläser, beim Wirt "Zur letztn Stund", då wirst leicht gsund. [Strophe 11]
Strophen normiert Auf einem Berg oben, gar nicht weit von Stainz, wohnt ein Wunderdoktor, der heißt Höller Hans, wenn es euch interessiert, wie er die Leute kuriert, schaut den Hans an, wie er das alles kann. [Strophe 1]
Jeden Tag in der Früh kommen weit und breit mit dem Flascherlzug alte und junge Leute, tragen in Sack und Taschen ihre Urinflaschen auf den Berg hinauf in vollem Lauf. [Strophe 2]
Aus der Kellerluke oben beim Höller Haus schaut der Wunderdoktor ganz vergnügt heraus, wie die Leute tun spucken, wenn sie recht herumdrucken, ja, da liegt was dran, das Geschäft geht an. [Strophe 3]
Keucht ein alter Herr über den Berg daher, lieber Höller Hans, bei mir geht gar nichts mehr, schau meinen Urin an und sag mir etwas ganz gewiß, ob bei mir noch etwas zu retten ist. [Strophe 4]
Ja, mein lieber Freund, fängt der Hans an, bist ein alter Hengst, bist wohl schlecht schon dran, dir reißt es in den Beinen, in die Knie und Flachsen und das Zipperlein stellt sich schon ein. [Strophe 5]
Kommt eine alte Jungfer, schmunzt ihm freundlich an, lieber Höller Hans, geh, schau mein Urin an, und er nimmt es in die Hand, beutelts rundherum, sagt als Wundermann ihre Krankheit an: [Strophe 6]
Du hast Windkrampffieber und einen Gallenfluß, hast die Gicht und das Reißen und einen Hexenschuß, hast das Gesicht voll Warzen und kannst nicht mehr farzen, gehst dem Magenschleim auch bald am Leim. [Strophe 7]
Ganz ein junges Mädchen drängt sich auch heran, bitt' schön, Höller Hans, schau meinen Urin an, und er nimmt es in die Hand, schüttelt es herum, sagt dann in seinem Sinn, da liegt was drin. [Strophe 8]
Hast einen schlechten Magen und dein Herz klopft, hast ein trauriges Gemüt, dich hat ein Bub angestopft, siehst, das kommt vom Scherzen und jetzt hast die Schmerzen, dir tut alles weh, i weiß ja eh. [Strophe 9]
Gehen die Leut dann nach Haus mit ihrem Wundertee, kehren in Stainz noch ein, nur so, das weiß man eh, denn der Schilcher-Wein ist auch für manches gut, macht einen gesunden Magen und ein resches Blut. [Strophe 10]
Und der Seiner macht einen guten Hollerschnaps, na, den kann man saufen gleich so schell, wird es dann einem gar nicht besser, läuten sie mit den Gläsern, beim Wirt "Zur letzten Stunde", da wirst leicht gesund. [Strophe 11]

 
       
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